Auslandssemester in England - Nottingham Trent University


Erfahrungsbericht Nottingham Trent University

Maik Wagner (mwagner@altern.org) - Universität Gesamthochschule Paderborn - Studiengang IBS mit Schwerpunkt Internationales Management

Ich habe mein Wintersemester 2000/01 sowie das Sommersemester 2001 an der Nottingham Trent University verbracht. Hier eine Sammlung von (hoffentlich) nützlichen Infos, die ich im Laufe meines Auslandsjahres zusammengetragen habe. Für die Aktualität, Genauigkeit sowie für den Inhalt der hier angegebenen Links und Infos kann ich allerdings keinerlei Haftung übernehmen.

Allgemeines

Nottingham liegt in den East Midlands von England und hat eine Bevölkerung von etwa. 300.000 Einwohnern. Neben der Nottingham Trent University, wo die Paderborner Studenten ansässig sind, gibt es noch die Nottingham City University, die etwas weiter abseits vom Stadtzentrum liegt.

Die Stadt hat durch Ihren Hintergrund mit Robin Hood einen geschichtlichen Touch, der aber auch teilweise durch die ansässige Industrie überschattet wird. Nottingham liegt sehr zentral in England und man kann schnell in größere naheliegende Städte wie Birmingham, Leeds, Manchester, aber auch nach London kommen. Die Fahrt nach London dauert etwa drei Stunden mit dem Bus.


Anreise nach Nottingham

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten nach Nottingham zu gelangen, von denen hier einige aufgezählt werden.

Die Anreise per Bus ist sicher für die Studenten zu empfehlen, die kein eigenes Auto haben. Die Firma Transline bietet Busreisen von Deutschland nach England an. Die Busse halten in verschiedenen deutschen und englischen Städten, unter anderem auch in Paderborn. Die Fahrt von Braunschweig nach Nottingham hat mich im September 2000 241 DM hin und zurück gekostet. Von Paderborn aus dürfte es demzufolge noch etwas günstiger sein. Die Fahrt geht dabei entweder durch den Eurotunnel oder per überfahrt mit der Fähre. Von Paderborn aus dauert die Fahrt ungefähr 18 Stunden, also besser einen Walkman mit vollen Batterien mitnehmen.

Wer das Ticket für die Rückfahrt in Nottingham bucht, sollte darauf achten, dass die Strecke von Nottingham nach Paderborn nicht im Reiseprospekt von Transline steht. Die Strecke gibt es aber: Sagt eurem travel-agent, daß der Bus einige Armeestützpunkte in Deutschland anfährt und daß die Strecke aus Sicherheitsgründen nicht abgedruckt wurde. Im Bus kann man zwei medium-sized baggages mitnehmen, ein Gewichtslimit gibt es jedoch nicht im Gegensatz zum Flugzeug, wo man unter Umständen nur 25 kg mitnehmen kann.

Per Flieger fliegt British Midland von Frankfurt aus den East Midlands Airport an (Stand Jan 2001). Eine Stunde von Nottingham entfernt liegt Birmingham, der auch von weiteren anderen Fluglinien angeflogen wird. Von da aus wäre es eine Möglichkeit mit dem Bus oder mit der Bahn nach Nottingham weiterzufahren. Weiterhin bietet die Fluggesellschaft Ryanair Flüge nach London Stanstead an, von dort aus ist es allerdings etwas weiter nach Nottingham zu kommen. Der Flughafen von Nottingham liegt etwas abseits mit dem Bus ist es etwa eine Stunde Fahrt. Mit dem Taxi ist es um einiges schneller, aber auch dementsprechend teuer. Eine Taxifahrt kostet etwa um die 20 Pfund.

Die Fahrt mit dem Auto hat den Vorteil, dass man große Gepäckstcke (HiFi Anlage etc.) mitnehmen kann und auch im Allgemeinen ein Auto für Rundreisen wie etwa in den Peak District als auch zum Einkaufen gut gebrauchen kann. Ich selbst hatte kein Auto, aber mir wurde gesagt, daß man sich ans Linksfahren wohl doch ziemlich schnell gewöhnt. Fährt man mit der Fähre, sollte man sich vorab das Angebot von www.faehre-online.de anschauen, wo man auch die verschiedenen Fährenverbindungen abrufen kann.

Getting Around

Bustickets in Nottingham werden fü,r die einzelnen Terms an der Uni (etwa 3 Monate jeweils) herausgegeben und kosten etwa 68 Pfund. Man erhält eine Chipkarte, die man dann im Bus vor einen Scanner halten muss, wo dann auch angezeigt wird, wieviele Tage die Buskarte noch gültig ist. Das Transportoffice liegt mit dem Tourist Board zusammen direkt am Old Market Square und ist auch relativ leicht zu finden. Busverbindungen kann man auch ber das Internet unter http://www.ntcx.co.uk abrufen. Neben dem Angebot der Stadt haben auch zahlreiche Privatanbieter (Barton's, Pathfinder etc.) ein Angebot in Nottingham und es ist sehr einfach innerhalb von Nottingham herumzukommen. Man sollte bei den Stadtbussen darauf achten, daß man das passende Kleingeld für eine Busfahrt hat, da der Busfahrer kein Wechselgeld herausgibt. (Die Privatanbieter machen das allerdings.)

Weiterhin baut Nottingham auch fleißig an einer S-Bahn (tramway). Wir kamen allerdings nicht in den Genuss, sie zu nutzen.

Wer mal für ein Wochenende aus Nottingham rausmchte kann dies mit National Express tun, die auch im Vergleich zu der Bahn ein gutes Angebot an Busreisen anbieten. National Express bietet für Studenten auch eine loyalty-card für 8 Pfund an, mit der Studenten noch günstiger fahren. Wer mehr wissen möchte, schaut mal unter http://www.gobycoach.com vorbei, wo man auch die einzelnen Busverbindungen abrufen kann.

Samstags finden am Cattle Market in der Meadow Lane Auktionen mit Fahrrädern statt, wo man sich ein günstiges Fahrrad zwischen 10-20 Pfund ersteigern kann. Die Meadow Lane liegt in der Nähe vom Hauptbahnhof nahe dem Notts County Fussball Stadion. Eine weitere gute Anlaufstelle ist Loot, eine Zeitung mit Kleinanzeigen, die jede Woche erscheint. Bei einer der Einführungsveranstaltungen wurde uns von der Polizei auch mitgeteilt, daß Nottingham auch berühmt berüchtigt für bike theft sei. Ein Schloss sollte man mit dem Rad gleich mitkaufen. (Gibts übrigens auch gleich in der Meadowlane.)

Für die ersten Tage hier noch eine Karte des Stadtzentrums. [Download etwa 100 KB]

Unterkunft

Bleibt man für ein Jahr in Nottingham sucht die Nottingham Trent University ein Zimmer für die Studenten aus, ein entsprechendes Angebot wird dann mit der Post zugeschickt. Die Unterkunft bezieht sich in diesem Fall auch auf ein Jahr; ein Zimmer nur für ein Semester zu bekommen ist leider nicht möglich. Ich habe in Simpson's Hall of Residence gewohnt. Das Wohnheim liegt im Stadtteil Lenton, einer Gegend die der Engländer als eine dodgy area (miese Gegend) bezeichnet. Das Wohnheim sah' von außen mit seinen Stahltoren und Kameras aus wie eine Mischung einer Festung und dem Big-Brother Wohncontainer, war aber von den Zimmern und Ausstattung her sehr gut. Zugang war nur mit dem Magnetschlüssel möglich. Die Zimmer hatten allesamt eigene Dusche und Bad, die Küche wurde geteilt. Selbst Dinge wie Toaster, Mikrowelle, Bügeleisen, Bügelbrett, Staubsauger etc. wurden bereitgestellt. Auch ein Waschraum mit Waschmaschinen und Trockner war vorhanden.

Wer ein Auto sein eigen nennt kann dies auf dem Parkplatz des Wohnheims abstellen.

Ich wohnte in einer WG mit drei Engländern, einer Engländerin sowie einer internationalen Studentin aus Infonesien zusammen. Teilweise gibt es auch WGs mit 12 Leuten, mit denen man sich dann die Küche teilt. Saubergemacht wird einmal die Woche (Küche und common room) und der Müll wird aus den Zimmern geholt. Wer einen Fernseher anschließen will, sollte dran denken, den Fernseher auch anzumelden, da ziemlich stark kontrolliert wird und Strafen bis zu 1000 Pfund auf einen warten.

Elektrische Geräte sollten vorher von einem Techniker überprüft werden allerdings nahm fast niemand im Wohnheim die Sache sonderlich ernst. Telefonieren kann man von einem Telefon im Gang aus und man konnte auch auf dem Gang angerufen werden.

Das Wohnheim liegt etwa 20 Minuten von der Uni und vom Stadtzentrum entfernt, so daß man auch gut zu Fuß zur Uni gehen kann. Die Busverbindungen sind sehr gut.

Einkäufe konnte man in Lenton sehr gut erledigen. Neben einem Sainsbury's Supermarkt gibt es noch zahlreiche kleinere Geschäfte und auch zum Aldi war es keine Weltreise. Ausserdem hat vor kurzem in der Nähe von Simpsons' ein kleiner Supermarkt (Jackson's) aufgemacht. Auch in der Freizeit gab' es Möglichkeiten: Ein Fitnesstudio komplett mit Schwimmbad war nur 3 Minuten vom Wohnheim entfernt und auch der Fußballplatz ist nicht weit weg. Das Highlight ist natürlich das Savoy cinema, das preisgünstigste Kino in Nottingham das buchstäblich um die Ecke liegt.

Der einzige Nachteil des Wohnheims ist allerdings (ich denke mal die brigen Wohnheime dürften keine Ausnahme machen..) daß es abends wirklich laut werden kann und in der Regel auch ziemlich laut wird. Die meisten Studenten im Wohnheim sind first year students im Alter von 19-20 Jahren und das erste Mal alleine von zu Hause weg, was in ziemlichen Alkoholexzessen enden kann..

Die Bezahlung des Wohheims geschieht per Term im Voraus. Pro Woche kostete mein Zimmer etwa 56 Pfund.

Ein Kommilitone von mir wurde mit 9 anderen größtenteils ausländischen Studenten in der Peel Street sehr nahe am Campus untergebracht. Ein weiterer Vorteil war, da die Unterkunft nur 46 Pfund kostete. Weitere Wohnheime, die der Nottingham Trent University gehßren sind Canterbury Court als auch Norton Court.

Wer keinen Platz im Wohnheim bekommt für den hält die International Students Society (ISS) im Dryden Centre (Dryden Street) eine Liste bereit, die auch regelmässig berarbeitet wird. Weiterhin hängen im Byron House am schwarzen Brett Angebote. Die Miete liegt zwischen 40 bis 50 Pfund pro Woche plus Nebenkosten. Während der Orientation (s. unten) lohnt es sich nach potentiellen Mitbewohnern Ausschau zu halten um eventuell eine WG zu gründen.


Orientierungsphase

Die International Student Society ISS veranstaltet zu Beginn des Studienjahres als auch etwa zu Beginn des zweiten Semesters eine Orientierungsphase für ausländische Studenten. Sämtliche Fakultäten nehnem daran teil und man lernt sehr schnell neue Leute kennen. Die Orientierungsphase liegt sogar noch vor der eigentlichen Orientierungsphase der englischen Studenten.

Die Organisation der Orientation week war wirklich klasse: Ein Team von ISS Mitgliedern (während der Orientierungsphase einfach Yellow Shirts genannt, da sie gelbe Pullover mit dem ISS-Logo tragen) nahm uns gleich an der Busstation mit Kaffee und biscuits in Empfang und sorgte auch für den Transport unserer Sachen ins Wohnheim. Ansprechpartner während der gesamten Orientierungsphase ist Susanna Moulton, die sich speziell um die ausländischen Studenten kümmert.

Während der Orientierungsphase wird eine Stadttour gemacht, die Uni wird vorgestellt, die einzelnen Verantwortlichen aus dem Bereich Sprachen, Communications und IT stellen sich vor, eine Impfung gegen Meningitis wird vorgenommen und man wird über die Sicherheitsvorkehrungen im punkto Brandschutz aufgeklärt. Auch beim National Health Service (NHS) wird man angemeldet, falls man während des Auslandsaufenthalt mal krank werden sollte.Während der Orientation gibt es weiterhin Workshops wie zum Beispiel zum Arbeiten an der Uni, Nutzung der Bibliothek als auch Diskussionsrunden zum Thema culture shock.

Für Essen und Unterkunft wird von der ISS aus gesorgt. Morgens gibts dann traditionelles englisches breakfast und abends englisches Essen, das gar nicht mal so schlecht ist wie sein Ruf. Schließlich hat man während des Orientierungsphase auch noch eine Menge Spaß: Bowling, Kneipentour und Discobesuche stehen auf dem Programm. Insbesondere der barn dance ist gut, wo man auch gleich alte britsche Volkstänze lernt.

Wer Lust hat bei der ISS mitzumachen kann sich während der Orientierungsphase auch gleich anmelden. Es lohnt sich wirklich: Neben den Coffee Hours am Dienstag 12.30 - 13.30 organisiert die ISS auch Fahrten wie zum Beispiel nach London, Dublin, Edinburgh etc. Weiterhin gibts kostenlos Eintritt im Dubble Bubble einem Alternative Club.

Nach der international orientation gibt es auch eine fresher's week, in der das enrollment an der Uni gemacht werden muss und man seine smart-card für die Bibliothekenbenutzung und für die Computerräume bekommt. Außerdem steigen während der gesamten fresher's week wirklich super Parties an der Student Union.

Die Orientierungsphase bietet echt eine super Gelegenheit gleich von Anfang an Kontakte zu knüpfen, und man hat echt eine Menge Spaß. Auch die Organisation war durchgehend super!

Das Leben und Studium an der Uni

Die Nottingham Business School zählt im Bereich Wirtschaftwissenschaften zu den besten Universitäten Englands und belegte im letzten university ranking einen Top-Ten Platz. Der Kurs für die Austauschstudenten nennt sich BA (Hons) Business Administration (one year top-up degree). Zusammen mit den englischen Kommilitonen belegt man das final year und schreibt mit ihnen die Dissertation.

Die Dissertation gibt bei Bestehen 20 Credit Points und jeder Kurs pro Semester gibt 10 Credit Points. Schreibt man eine Dissertation muss man 120 Credit Points erreichen (inkl. den 20 für die Dissertation), für den plain degree nur 100 Punkte.

Schon bei der Bewerbung wird man gefragt, ob man eine Dissertation schreiben möchte. Schreibt man die Dissertation nicht bekommt man statt dem B.A. (hons) einen plain degree ohne den honours Zusatz. Mir wurde gesagt, dass der Zusatz Honours bei englischen Arbeitgebern einen wirklichen Unterschied machen würde, da er die Fähigkeit wissenschaftlicher Arbeit repräsentiert.

Wissenschaftliche Arbeit wird an der Nottingham Trent University groß geschrieben, sprich es wird sehr viel Wert auf referencing, citing etc. gelegt. Die Essays und Präsentationen sind sehr formal und es gelten sehr strenge Regeln an die man sich jedoch schnell gewöhnt.

Falls doch noch Fragen auftreten kann man sich auch an seinen Betreuer wenden. Wir wurden während unserer Zeit von Emil Helienek betreut und die Betreuung war wirklich vorbildlich.

Vorgeschrieben sind die Fächer International Marketing, International Strategic Management sowie eine Fremdsprache (kann auch Englisch sein).

Hier eine Liste von modules, die von der Nottingham Trent University angeboten werden. Die Kurse, die ich belegt habe sind mit Kommentaren versehen, die restlichen verweisen auf eine grobe Zusammenfassung. (allesamt Word Dokumente) Die kursiv geschriebenen Kurse habe ich bislang anerkannt bekommen (19. Juni 2001)

  • Advanced Survey Methodology
  • Business Development and Entrepreneurship: ein Kurs mit einem sehr hohen Praxisanteil, der sich auf small and medium sized businesses konzentriert. In einer kleinen Gruppe gründet man sein eigenes Kleinunternehmen und versucht dann damit Gewinne zu erzielen. Theorie und Praxis sind sehr stark miteinander verknüpft. Business plans werden erstellt, das Unternehmen in einer professionellen Präsentation vorgestellt als auch. Abschlussbuchungen und Abschlussberichte müssen geschrieben werden. Am Ende wird noch eine Klausur geschrieben. Ein sehr interessantes module für das man aber sehr viel Zeit aufbringen muss. (Anerkannt für Seminar Englischer Sprachbereich, Wahlveranstaltung Intern. Management)
  • Business and Enterprise in Central and Eastern Europe: Unser Betreuer während des gesamten Jahres leitet diesen Kurs. Kernthema sind die osteuropäischen Staaten im Rahmen nach der Wende vom Kommunismus zum Kapitalismus. Auch Themen wie die EU Osterweiterung werden diskutiert. Der Inhalt ist sehr praxisbezogen, ein Lehrbuch wurde kaum verwendet, stattdessen mussten sich die Studenten über Internet selbst über die wirtschaftliche Lage der Ostblockstaaten auf dem Laufenden halten. (anerkannt Kernfach Intern. Management)
  • Company Law
  • Comparative International Management: Vergleich unterschiedlicher Managementstile mehr unter einem theoretischem Aspekt. Es werden Grundannahmen hinter einzelnen Kulturen untersucht und die wichtigsten Studien vorgestellt und analysiert. Eins meiner Lieblingsfächer!
  • Competitive Marketing Management
  • Corporate Governance
  • European Law
  • Financial Markets
  • Governance and Business in the EU -konnte ich wegen eines Optionclashes im Studenplan doch nicht belegt, hätte es aber für den Schwerpunkt International Management anrechnen lassen können.
  • HRM in International Organisations: eine Veranstaltung unterteilt in eine Vorlesung sowie ein Seminar. Diskutiert werden die Aufgabenbereiche von Human Resource Management in einem internationalen Kontext. (ABWL Personal)
  • Improving Customer Supplier Relationship
  • International and Comparative Industrial Relations: über Gewerkschaften und Formen der Arbeitermitbestimmung in einzelnen Ländern.
  • Language: die Sprachveranstaltungen sind separate Veranstaltungen, die vom University Language Programme ausgerichtet werden. Die Sprachveranstaltung geht über 2 Semester.
  • Management of Human Resources
  • Organisational Reporting
  • Public Accountability
  • Sample Surveys
  • Service Marketing

Der Grosteil der Kurse finden an der Nottingham Business School Fakultät im Chaucer Building in der Chaucer Street statt. Die Vorlesungen sind fast allesamt einstündig und werden häufig noch von einstündigen Seminargruppen begleitet. Präsentationen und Essays spielen insbesondere in den Seminargruppen eine grosse Rolle. Die Note am Ende des Semesters setzt nicht nicht allein nur aus der Klausur zusammen sondern auch Essays, Präsentationen als auch Mitarbeit in den Seminargruppen gehen in die Bewertung ein. An die Art zu arbeiten gewöhnt man sich sehr schnell.

Weiterhin wurde auch in vielen Abschlussberichten geschrieben, daß man in Essays und Präsentationen eher eine gute Note erreichen kann. Dies ist auch mein Eindruck.

Es bleibt noch anzumerken, dass man eine Klausur auch mit 40% besteht und daß Noten über 70% doch eher Seltenheitswert haben.

Prüfungen werden nach Ende des ersten Semesters Ende Januar und Anfang Februar geschrieben. Die Abschlussklausuren sind dann Ende Mai bis Anfang Juni.

Wer seine Sprachkenntnisse verbessern will kann das von der Universität eingführte Programm Students in Tandem nutzen. Weiterhin bietet das Language Laboratory (Newton Building 519) auch kostenlos Prüfungen zum Cambridge Certificate (Level 1-3) an. Die Kurse kosten normal um die 200 DM wer also ein Sprachdiplom erwerben will ist dort gut aufgehoben.

Zentrale Anlaufstelle für alle Art von Fragen ist das Undergraduate Office. Die Mitarbeiter sind sehr nett und zuvorkommend, teilweise kennen sie die Studenten noch mit Namen. Alternativ kann man sich auch an seinen Betreuer (Emil Helienek) wenden.

Entertainment

Nottingham ist in ganz England für sein Nachtleben bekannt. Sämtliche großen Diskotheken, Bars und Clubs liegen im Standtzentrum und auch während der Woche ist eine Menge los. Media ist Nottingham's neuester und auch mit der teuerste Club. Wer Techno mag' der bekommt dort die Musik von Fatboy Slim und Carl Cox aufgelegt. Wer Rockmusik mag' geht ins Rock City, wo auch jede Menge Konzerte stattfinden. Aufstrebende Rockbands und Blues gibts live im Running Horse, wo man auch Sonntags bei Blues Jam Sessions mitmachen kann.

Auch die Parties an der Uni sind sehr zu empfehlen. Der Eintritt und die Getränke sind jeweils sehr günstig für englische Verhältnisse. Musik gibts dann von BBC Radio One DJs wie Judge Jules und Artful Dodger und auch Bands wie Atomic Kitten ("Whole Again") sind schon dort aufgetreten.

Gute Bars in der Stadt sind Templar's (liegt auch ziemlich nah' am Campus) und the Q-Lounge ein Billardclub, der noch ein ziemlich spaciges Ambiente hat. Wer gerne Videospiele spielt kommt bei Namco am Old Market Square auf seine Kosten.

Während der ersten Woche an der Uni findet auch die clubs and societies fair statt wo sich sämtliche studentischen Organisationen vorstellen. von parachuting bis hiking gibt es echt alles.

Wer daran denkt einen Fitnessclub aufzusuchen dem kann ich das YMCA Nottingham empfehlen (Shakespeare Street), ein Fitnessclub der auch viel für die charity tut. Das Training macht echt Spass wenn man bei Wettbewerben wie "Row for South Africa" etc. mitmacht. Alternativ kann man auch die Sporthalle für Indoor-soccer, Tischtennis, Basketball an der Union mieten.

Nottingham Forest spielt mit mittelmäßigem Erfolg in der Nationwide First Division. Vergünstigte Tickets gibts an der Student Union für 7 Pfund.

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch beim Hunderennen. Mit Flyern aus der Zeitung Studentpages (liegt an der Uni aus) kommt man sogar umsonst rein.

Gut zu wissen

Das post-office befindet sich in der Queen Street nahe dem Old Market Square im Stadtzentrum. Ein Brief innerhalb von Europa kostet 36 pence.

HSBC hat eine Bankfiliale direkt am Campus. Weiterhin ist NatWest etwa fünf Minuten vom Campus weg. Ich habe das Bankkonto nur sehr selten genutzt und kam mit der ec-Karte auch zurecht. Die Gebühren sind allerdings ziemlich hoch, so dass man nicht immer wegen einem 10 Pfund Schein zur Bank rennen sollte. Alle Banken bieten eine Kreditkarte (Switch) an. Für ein Overdraft muss man sich bewerben und Referenzen angeben.

Wer über die Weihnachtsferien in England bleiben möchte für den bietet HOST UK die Möglichkeit Weihnachten mit einer englischen Familie zu verbringen. Infos gibts auf der HOST website.

Prima Essen gibt's bei Russel's direkt an der Shakespeare Street. Fish and Chips gibts' für 1.99 Pfund, ist sogar noch billiger als in der Mensa. Wo wir beim Essen sind: Der englische Senf ist scharf - wirklich scharf...

Selectadisc in der Nähe vom Old Market Square ist ein super Plattenladen. Musikfans sollten auf jeden Fall mal reinschauen.

Bücher gibt es auch Second Hand bei Blackwell's bookshop, der sich direkt auf dem Campus befindet. Literatur aus Paderborn mitzunehmen ist nicht unbedingt notwendig. ein deutsch-englisch Wörterbuch ist ganz nützlich. Wer daran denkt sich ein neues einsprachiges Wörterbuch zu kaufen sollte dies in England tun. Ein hardback dictionary von Collin's ist schon für etwa 7 Pfund zu haben.

Hochschulen in England