Auslandsstudium bzw. Auslandspraktikum in Indien
Indien hat sich in den letzten Jahren vor allem durch eine stetig ansteigende Wirtschaft und die beliebten Bollywoodfilme, immer mehr in den Augenmerk von Europa gebracht und glänzt auch durch immer umfangreichere Handelsbeziehungen, weltweit. Gerade im Vergleich zu Europa unterscheidet sich das indische Leben und die Kultur doch sehr, was aber nicht von Nachteil ist, wenn man sich einmal genauer damit befasst.
Während eines Praktikums, einem Gap Year oder einer festen Arbeitsanstellung in Indien in einem international tätigen Unternehmen hat man sehr gut die Möglichkeit, das Land und die Leute kennenzulernen und in das Leben in Indien einzutauchen.
Durch die Größe des Landes in Verbindung mit der großen Zahl der Einwohnern, hat sich Indien seine Traditionen, Religionen, Sprachen, Lebensstile und Nahrungsmittelgewohnheiten mit seiner komplett verschiedenen Kultur, erhalten und das über so viele Jahre. Die Globalisierung und die Modernisierung hat die Werte und Einstellungen der Menschen in Indien nicht verändert denn diese sind tief in der Erziehung verankert, und wichtig für die Bewohner.
Angefangen vom Respekt gegenüber den Älteren um einen Segen zu bekommen, berührt man die Füße um sich mit den Göttern milde zu stimmen. Die Eltern stehen in Indien an erster Stelle und werden im Alter oder bei Krankheit ohne Wenn und Aber im eigenen Hausstand aufgenommen, sofern das möglich ist, aber auf jedem Fall unterstützt.
Eine intakte Familie ist das A und O in Indien und meist lebt die komplette Gemeinschaft unter einem Dach. Der wichtigste Punkt im Leben eines jeden Inders ist die Eheschließung, die von der Familie auch in der heutigen Zeit oft noch arrangiert wird, nach Kaste und Vermögen. Wenn man als Europäer in einer Firma zu arbeiten beginnt, dann bezieht man meist das gleiche Gehalt wie im Heimatland. Man sollte ich aber vor Augen halten, das die Durchschnittseinkommen 2006 bei rund 800 Dollar lag, was in keinster Weise mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen ist, wobei 80% der Bevölkerung von 1-2 Dollar am Tag leben müssen.
Der IT-Sektor oder in der Wissenschaft und Forschung genießt Indien einen ausgezeichneten Ruf und ein reger Studentenaustausch mit verschiedenen Programmen und Stipendiaten, rundet den besonderen Schwerpunkt auf gute Bildung ab.
Englisch lernen im ausland, ist deshalb auch in Indien sehr gut möglich, denn man kann das Erlernen und ausbauen der Sprache gut mit einem Praktikum in einer ansässigen Firma kombinieren, oder eben mit einen Auslandssemester an einer indischen Universität. Was man keinesfalls vergessen darf ist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum, denn beides ist erforderlich. Wenn man arbeiten möchte sollte man ein spezielles Arbeitsvisum beantragen, das wird für maximal ein Jahr ausgestellt, das bekommt man nur wenn man einen Nachweis über eine Anstellung in einem indischen Unternehmen bescheinigen kann. Das Arbeiten und auch die Knigge in der Geschäftswelt unterscheiden sich auch noch zum gewohnten europäischen Standard. Denn Pünktlichkeit ist erwünscht aber oft nicht gegeben. Entscheidungen werden lange abgewägt und Fristen durchdrücken gilt als unhöflich und respektlos.
Floskeln um Gespräche anzufangen sind sehr wichtig und drehen sich meist um das Erkundigen nach der Familie. Getränke und Essen während geschäftlicher Treffen sollte man niemals ablehnen, das gilt ebenfalls als unhöflich. Beachtet man diese kleinen Regeln kann eigentlich nicht viel schief gehen.
Sprachaufenthalte in Indien können somit sehr viel Spaß machen und den Horizont erweitern, und das nicht nur im Bildungswesen sondern auch im kulturellen und zwischenmenschlichen Bereich! Aber auch der Aufenthalt in einem familiärem Hotel in Sri Lanka am Strand kann sehr erholsam und bereichernd sein.