Auslandsstudium bzw. Auslandspraktikum in USA
Die USA sind und bleiben wohl das beliebteste Ziel für ein Auslandsstudium. Viele junge Menschen finden gerade die Campuskultur im Land besonders interessant und möchten sie aus erster Hand kennenlernen - sei es in wenigen Wochen in einer Summer Session, ein halbes Jahr lang bei einem Semesteraufenthalt oder für mehrere Jahre während eines Vollstudiums. Aber es gibt auch einiges zu beachten, wenn man dort studieren möchte.
Viele Studienmöglichkeiten in den USA
Wer sich für ein Auslandsstudium in den USA interessiert, hat die Möglichkeit, aus mehr als 4000 Bildungseinrichtungen zu wählen. Sie sind in Universities, Colleges, Community Colleges und Institutes gegliedert und vermitteln sowohl akademische als auch berufsbezogene Abschlüsse. Für die Tatsache, dass ein Auslandsstudium immer beliebter wird, gibt es viele gute Gründe, von der wachsenden Selbständigkeit über neue Kontakte und das Kennenlernen einer anderen Kultur bis hin zu verbesserten Berufsaussichten.
Welche Unterschiede beim Studium gibt es zwischen den USA und Deutschland?
US-amerikanische Hochschulen stehen aufgrund der Studiengebühren, die von den Studenten zu zahlen sind, viel mehr in Konkurrenz zueinander als in Deutschland. Das wirkt sich vor allem positiv auf Lehre und Forschung aus, und die Studieninhalte bleiben auf einem hohen Niveau. Das gesamte System ist kommerzieller angelegt als in Deutschland, aber das kommt den Studenten sehr zugute, da sie von den "dienstleistenden" Hochschulen zuvorkommender behandelt werden.
In welcher Höhe liegen die Studiengebühren in den USA?
Es gibt keinerlei Vorschriften über die Höhe der Studiengebühren für die Hochschulen, so dass sie frei über die Beträge bestimmen können. Das verursacht natürlich bisweilen riesige Unterschiede unter einzelnen Bildungseinrichtungen, aber generell lässt sich sagen, dass man mit Gebühren zwischen US$ 8 000 und US$ 18 000 im Jahr rechnen muss. Sogenannte Eliteuniversitäten oder exklusive private Einrichtungen erheben allerdings schon mal bis zu US$ 30 000. Auch Lebenshaltungskosten und Miete, die zusätzlich zu zahlen sind, darf man nicht vergessen.
Wie ist ein Auslandsstudium zu finanzieren?
Da gibt es verschiedene Wege. Nimmt man an einem Austausch zwischen zwei Universitäten teil, übernehmen diese häufig im Rahmen eines Stipendienabkommens einen Teil der Studiengebühren. Außerdem kann man BAföG beantragen, wobei für die USA das Studentenwerk Hamburg der richtige Ansprechpartner ist. Als Auslandszuschlag gibt es hier außerdem jeden Monat € 120. Aber auch Universitäten in den USA oder private Stiftungen vergeben Stipendien, so dass es sich durchaus lohnen kann, sich darüber zu informieren. Die meisten Banken gewähren auch günstige Bildungskredite.
Was gehört zur Bewerbung für ein Auslandsstudium in den USA?
Das ist von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich. In erster Linie wird das ausgefüllte Bewerbungsformular der Hochschule benötigt. Hinzu kommen übersetzte und beglaubigte Zeugnisse sowie eine Auflistung der bisher belegten Kurse ("Transcript"). In der Regel fehlen dann noch Empfehlungsschreiben, Motivationsschreiben, ein bestandener Sprachtest wie der IELTS oder TOEFL, ein Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, ein Essay etc.
Mit diesen Unterlagen bewirbt man sich entweder direkt beim Admissions Office der Hochschule, oder man lässt sich durch unsere Partnerorganisation College-Contact.com völlig kostenlos unterstützen. Die Mitarbeiter helfen beim Bewerbungsprozess und kommunizieren mit der Wunschuniversität, denn College-Contact.com ist offizieller Repräsentant vieler Hochschulen in den USA.
Falls man einen Austausch zwischen zwei Universitäten mitmacht, helfen diese häufig auch bei der Vorbereitung des Aufenthaltes.
Was gibt es sonst noch?
Für ein Studium in den USA benötigt man ein Visum, das man beim Konsulat oder der Botschaft erhält. Es kostet etwa € 100 und braucht ein wenig Bearbeitungszeit, so dass man sich rechtzeitig darum kümmern sollte.
Außerdem benötigt man eine Auslandskrankenversicherung. Entweder kann man sie noch zu Hause als Zusatz zur eigenen Versicherung abschließen, oder man bucht das Paket der Zielhochschule. An einigen Universitäten oder Bildungseinrichtungen in den USA ist dies sogar obligatorisch.
Praktikum in den USA
Eines der attraktivsten Ziele für Auslandsaufenthalten gleich welcher Art ist sicherlich die USA. Grundsätzlich gilt, daß das land of the free leider doch nicht ohne weiteres jedem zugänglich ist und dass der Arbeitsmarkt auch aus Angst vor illegalen Billigarbeitern von den entsprechenden Behörden eher abgeschottet wird. Wer also mit einem Touristenvisa eine Arbeitstelle aufnimmt hat mit harten Strafen bishin zum Einreiseverbot zu rechnen. Bei der Bewerbung ist es somit auch häufig hilfreich darauf hinzuweisen, dass man sich selbst um die Arbeitsgenehmigung kümmert.
Für ein Praktikum in den USA wird das Formular IAP 66 benötigt. Dieses kann beim Council Deutschland e.V., Oranienburger Straße 13 - 14, 10178 Berlin, Tel.Nr. (030) 2848590 beantragt werden. Es wird eine Bearbeitungsgebühr als auch eine Versicherungspauschale berechnet. Die Visa-Gebühr für das J1-Visum beträgt derzeit US $ 45 (Stand: 03.04.2000).
Bei Antragstellung muß die mündliche Zusage der Ausbildungsstelle vorliegen. Der Council fordert nach Eingang der ausgefüllten Antragsformulare die schriftliche Zusage direkt bei der Ausbildungsstelle an. Insgesamt beträgt die Bearbeitungszeit etwa acht Wochen. Beim Council können ebenfalls Informationsbroschüren angefordert werden, die bei der Suche nach einer Pratikantenstelle hilfreich sein können.
Eine Alternative zum Council ist die Carl-Duisberg Gesellschaft die ebenfalls Visa zur entsprechenden Arbeitsaufnahme vermittelt. Bewerbungsunterlagen als auch Informationen zu den entsprechenden Preisen können bei der Carl Duisburg Gesellschaft e.V., I 13 - FH, Postfach 26 01 20, 50514 Köln angefordert werden.
Nützliche Links
- Rising Star Internships - das ist doch mal was: eine Praktikumsbörse mit Job-Offers für die USA.
- greencard.de - GVSgreencard.de bietet Infos rund um Amerika und die Greencard Lottery. Möglichkeit zur Teilnahme an der Greencard Lottery.
- Heartland College - bietet die Möglichkeit eines Kurzstudiums bzw. eines Praktikums in den USA.
- Carl-Duisberg Gesellschaft - kümmert sich gegen Gebühr um Visa in den USA und vermittelt auch Praktika in anderen Ländern.
- Auslandskrankenversicherung - Eine Auslandskrankenversicherung sollte man nie vergessen, dann sie kann im entscheidenden Moment sehr nützlich sein. Weitere umfangreiche Informationen findet Ihr auf dieser Website.
Hochschulen in den USA